Thursday, March 3, 2016

Wie eine kleine Geste die Welt verändert

Es ist schon eine Woche her und mir geht die Szenerie nicht aus dem Kopf: 

Es war ein verregneter Tag, ich hatte es eilig und musste noch schnell einen Brief bei der AOK abgeben. Ein bisschen irritiert betrat ich das Gebäude durch den Haupteingang und stand mit anderen Leuten vor drei Mitarbeitern am Empfang. 
Ich fuchtelte meinen Brief aus der Handtasche und wusste nicht an wen ich mich wenden sollte, als eine junge Frau mich von hinter dem Tresen ansprach.
Sie lächelte ganz freundlich. Ich war direkt irritiert warum jemand so nett an einem Empfang in einem Bürogebäude ist. Wo blieb die gestresste Laune und das unmenschliche Abfertigen der Menschen? 
Und dann fragte sie ganz simpel, ob sie mir den Brief abnehmen könne. Ich war sprachlos. 

Ich reichte ihr den Brief, bedankte mich dann doch noch und verließ das Gebäude. 

Sprachlos, weil mich noch nie jemand Fremdes angesprochen hat, ob er mir etwas abnehmen kann. Ich musste noch lange über die junge Frau nachdenken, weil mich ihre Sozialkompetenz berührte. Ich nahm mir vor auch mehr so sein zu wollen. 

  • Ich möchte Leute anlächeln
  • die Zeit haben Menschen durch ganz kleine Gesten zu helfen 
  • nicht vergessen was es heißt mitmenschlich zu sein.

Jeder kann das für seine Mitmenschen tun. Ich glaube es ist nur sehr in Vergessenheit geraten, weil wir immer mehr unter Druck stehen und uns gar keine Zeit mehr nehmen um auch Fremde Menschen liebevoll zu behandeln. 



  
   

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